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Frauen in der Fotografie: Hannah Peters
Getty-Fotografin Hannah Peters spricht über ihre Karriere als Sportfotografin und darüber, was es bedeutet, als Frau am Spielfeldrand zu stehen.
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Profi-Sportfotografen stellen hohe Anforderungen an ihre Kameraausrüstung, um die bestmöglichen Actionaufnahmen zu erzielen. Sie fotografieren alles, von Nahaufnahmen wichtiger Momente in Sekundenbruchteilen bis hin zu breiteren Szenen, die die gesamte Atmosphäre einer Veranstaltung einfangen. Ihre Ausrüstung muss daher alle Optionen abdecken und die schnellsten Teleobjektive mit Festbrennweite und Weitwinkelobjektive sowie andere wichtige Geräte wie Blitzgeräte und Transmitter umfassen.
Der Rugby World Cup 2019™ (die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019) findet vom 20. September bis zum 2. November in Japan statt und ist eine der großen internationalen Sportveranstaltungen. Viele der besten Sportfotografen der Welt werden ein komplettes Arsenal an Ausrüstung dorthin bringen, um darüber zu berichten. Auch Getty Images-Sportfotografen bereiten sich schon auf das Turnier vor. Sie alle haben ihre eigenen Aufnahmestile und werden auf unterschiedliche Weise an das Ereignis herangehen.
„Ich versuche immer, verschiedene Blickwinkel zu verwenden, die Hintergründe frei zu halten und Emotionen zu zeigen, wo ich nur kann“, sagt Getty Images-Sportfotografin Hannah Peters. Ihr Kollege Mark Kolbe möchte hingegen „die Geschichte rund um die Veranstaltung erzählen und die Persönlichkeiten der Menschen zeigen, über die ich berichte“. Da der Großteil seiner Arbeit jedoch die intensive Sportberichterstattung ist, besteht sein Hauptziel darin, „Bilder von actionreichen Momenten zu erfassen“.
Cameron Spencer, ebenfalls Getty Images-Sportfotograf, versucht, mit verschiedenen Kameratechniken einzigartige Blickwinkel einzufangen. „Ich bin ziemlich pedantisch, wenn es darum geht, wirklich saubere Bilder aufzunehmen, die eine kreative Wirkung haben und oft einfach in ihrer Komposition sind“, sagt er. „Ich liebe es auch, Momente festzuhalten, die Emotionen vermitteln, sei es der Jubel nach einem Sieg oder einem erfolgreichen Versuch oder die Niedergeschlagenheit, wenn etwas nicht geklappt hat.“
Aber auf welche Ausrüstung verlassen sich diese drei erfahrenen Sportfotografen, um diese besonderen Aufnahmen einzufangen? Hier verraten sie, auf welche Geräte sie bei der diesjährigen Rugby-WM nicht verzichten möchten.
Mark Kolbe ist seit mehr als 10 Jahren Vollzeit-Sportfotograf für Getty Images in Sydney, Australien. In dieser Zeit hat er über viele internationale Sportveranstaltungen berichtet, darunter zwei Sommerolympiaden, zwei Fußball-Weltmeisterschaften und der Rugby-Weltmeisterschaft 2011.
„Die Canon EOS-1D X Mark II ist meine erste Wahl, weil sie eine hervorragende Kamera für die Sportfotografie ist“, so Kolbe. „Die Schärfe und die Nachführgeschwindigkeit sind außergewöhnlich und besser als bei jeder anderen Kamera, die ich je verwendet habe. Wenn man den Fokus verschiebt oder neu fokussieren muss, geht das sehr schnell, ohne das Motiv zu verlieren. Sie eignet sich ideal für rasante Sportarten wie Rugby, da der Fokus das Motiv hervorragend verfolgt, selbst wenn viele sich bewegende Körper in das und aus dem Bild laufen.“
„Ein guter Sportfotograf wird mit scharfen Bildern bei Lichtverhältnissen belohnt, bei denen wir noch vor 10 Jahren unsere lieben Probleme gehabt hätten. Die Fähigkeit des Sensors, Details bei wenig Licht zu erfassen, ist überwältigend. Zudem bieten die 14 Bilder pro Sekunde das gewisse Extra, besonders in wichtigen Augenblicken. In der schnelllebigen Welt der Sportfotografie lassen sich die oft nur Sekundenbruchteile langen Action-Momente mit diesen zusätzlichen Bildern gut festhalten.“
„Ich war ein großer Fan der EOS-1D X und ihrer Leistung. Als ich auf die Canon EOS-1D X Mark II umstieg, habe ich nicht erwartet, dass sich die Leistung wesentlich verbessern ließe. Die zusätzliche Bildfrequenz war jedoch sehr schön, und die bessere Schärfenachführung erwies sich als riesiger Bonus. Auch der größere Umfang bei schlechten Lichtverhältnissen schlug sich deutlich in der der Qualität von Sportfotos nieder, die am Abend entstanden sind. Wenn man Bilder vergleicht, die an denselben Orten und in denselben Stadien am Abend aufgenommen wurden, schneidet die EOS-1D X Mark II in Bezug auf die Qualität deutlich besser ab“.
„Mit der Canon EOS-1D X Mark II konnte ich definitiv Bilder aufnehmen, die ich sonst nicht hätte aufnehmen können, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Ich musste schon Erstrundenspiele des australischen Fußball-Pokals auf sehr dunklen Plätzen in Vororten fotografieren. Früher wäre es unmöglich gewesen, dort mit einer Verschlusszeit zu fotografieren, die schnell genug ist, um die Action einzufrieren, aber mit der Canon EOS-1D X Mark II kann ich scharfe und gut belichtete Bilder aufnehmen.“
Hannah Peters lebt in Auckland, Neuseeland, und hat sich auf Wintersport, paralympische Sportarten und Multisport-Wettbewerbe spezialisiert. Seit 2010 ist sie Vollzeit-Fotografin für Getty Images. Sie hat bereits Großveranstaltungen wie die Sommerolympiade, die Commonwealth-Spiele und die Rugby-WM fotografiert.
Peters sagt: „Das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM Objektiv (mittlerweile ersetzt durch das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS III USM) ist meine unverzichtbare Ausrüstung, weil ich die Vielseitigkeit des Objektivs liebe und mir immer sicher bin, dass ich keinen Moment verpassen werde, wenn ich es in meiner Kameratasche habe. Ich verwende schon seit acht Jahren die Mark II-Version dieses Objektivs. Die wichtigste Verbesserung, die ich im Vergleich zur vorherigen Version dieses Objektivs bemerkt habe, ist die verbesserte Fokussierung bei schlechten Lichtverhältnissen.“
„Für mich ist seine herausragende Funktion der Fokus bei den größten Blendenöffnungen von 1:2,8 und 1:3,2. Die Geschwindigkeit der Fokussierung ist auch sehr gut, insbesondere wenn ich während eines Rugby-Spiels schnell reagieren muss, z. B. wenn ein Spieler punktet.“
„Ich verwende das Objektiv hauptsächlich bei Blendenöffnungen zwischen 1:2,8 und 1:5,6. Die Möglichkeit, mit einer Lichtstärke von 1:2,8 zu fotografieren, ist bei meiner Arbeit sehr wichtig. Es hilft auf jeden Fall, schwierige Situationen zu meistern, da ich den Hintergrund unscharf stellen kann.“
„Das 70-200mm ist während des Spiels immer an meinem zweiten Gehäuse angebracht, das ich über meiner Schulter trage – bereit, Bilder von Versuchen oder Aufstellungen oder während der Nationalhymne einzufangen. Eben von allen Situationen, in denen ich einen breiteren Ausschnitt zeigen muss. Es eignet sich auch gut für Porträts von Spielern und andere Situationen, die vielseitigere Zoomfunktionen erfordern.“
Cameron Spencer wohnt in Sydney, Australien, und ist seit 2004 Fotograf für Getty Images. Er hat sechs Olympische Spiele (Sommer und Winter), vier Commonwealth-Spiele, drei Rugby-Weltmeisterschaften und die Fußball-Weltmeisterschaften in Südafrika und Brasilien fotografiert.
„Rugby war der erste Sport, den ich je fotografiert habe“, sagt Spencer. „Ich habe gelegentlich Rugby-Spiele in meiner Schule und dann Spiele meiner lokalen Rugby-Mannschaft fotografiert, als ich den Einstieg ins Berufsleben wagte. Das Objektiv meiner Wahl war schon immer 400 mm. Es ist die richtige Brennweite, um die Action auf dem Platz festzuhalten – es sei denn, es handelt sich um einen Versuch in der Ecke. Dann wechsle ich zu einem kürzeren Objektiv auf einem zweiten Kameragehäuse. Bei Aufnahmen mit Blende 1:2,8 hebt sich das Motiv vom Hintergrund ab, was für eine größere Wirkung und ein klareres Bild sorgt.“
„Das offensichtlichste Merkmal des Canon EF 400mm f/2.8L IS III USM Objektivs ist sein Gewicht im Vergleich zu den Vorgängermodellen: Es ist deutlich leichter. Bei Aufnahmen mit dem EF 400mm f/2.8L IS III USM verwende ich immer ein Einbeinstativ. Bei kurzfristigen Aufträgen, wie einer Pressekonferenz, kann ich das Objektiv jetzt aber auch bequem in der Hand halten.“
„Die Fokussierung ist blitzschnell, und die Nachverfolgung funktioniert auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gut. Außerdem habe ich bemerkt, dass ich mit dem Mark III bessere Ergebnisse erziele, wenn ich ein Bild stark zuschneiden muss.“
„Aufnahmen mit 1:2,8 sind für fast alle Abendspiele und Hallenveranstaltungen unabhängig von der Stadion- oder Arenabeleuchtung von entscheidender Bedeutung, um ein hochwertiges Bild und eine kurze Verschlusszeit zu erhalten, mit der ich das Geschehen einfangen kann.“
„Ich verwende das EF 400mm f/2.8L IS III USM für die meisten Spiele während der Rugby-WM sowie für alle Trainings, an denen ich teilnehme. Ich habe im Laufe der Jahre viele Rugby-Matches fotografiert und kenne meine bevorzugten Entfernungen für die Aufnahme der Spiele auf dem Feld. Eine längere Brennweite würde bedeuten, dass ich mit 1:4 fotografieren müsste, um eine größere Blende zu erreichen, worunter meiner Meinung die Qualität leidet. Bei Rugby-Spielen verwende ich daher immer 1:2,8 bis 1:3,5, und darin ist dieses Objektiv einfach unschlagbar.“
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